Liebe Leser!
Ganz ehrlich, nach der Sache mit dem Anwalt hätte ich nie gedacht, euch noch eine Fortsetzung der Story liefern zu können. Aber manche Dinge ändern sich vermutlich nie.
Ich hätte es eigentlich schon ahnen müssen, als mein Ex mich anrief und vorwarnte. Sie hatte ihn auf der Straße abgefangen und sich wieder über die gar mannigfaltigen Gerüche aus unserer Wohnung beschwert. Da er ihr mitteilte, dass er ausgezogen sei, hegte ich die wahnwitzige Hoffnung, sie würde uns nicht weiter belästigen. Denn, wir erinnern uns: Er als bööööser schwarzgekleideter Mensch sorgte selbstverständlich mit seinem okkulten Räucherkram für diese unsägliche Pestilenz. Aber da hatte ich falsch gedacht.
Eines abends klingelte es tatsächlich bei uns. Es war halb elf und wir schon lange eingeschlafen, da wir um vier wieder aus den Federn müssen. Mal ganz abgesehen vom Kind, das sich aber zum Glück (für sie) nicht beim Schlafen stören ließ.
Etwas verplant und in Schlafkleidung öffneten wir also die Tür. Der beste Mann von allen trat vor und fragte nach dem Grund des späten Besuchs. Man hörte nur eine vergnatzte Stimme "Ich wohne über Ihnen und ärgere mich seit geraumer Zeit über diverse Gerüche..." Der beste Mann von allen reagierte recht ungehalten, nicht zuletzt, da er die Geschichte von uns schon kannte. Er fragte, ob sie sich eventuell vorstellen könne, dass Leute um diese Uhrzeit schon schlafen. Dann platzte mir der Kragen. Ich teilte ihr recht lautstark mit, dass sie sich mit Problemen wie diesen bitte an unseren Anwalt wenden solle und sie kein Recht habe, uns dermaßen zu belästigen. Sie wetterte dagegen und redete mal wieder etwas von der Polizei, die sie nun holen wolle.
Dem besten Mann der Welt hatte genug von dem Spielchen. Er bat mich zur Ruhe und teilte ihr mit, dass sie entweder die Polizei holen solle oder uns nicht weiter belästigen. Dann schloss er die Tür und überließ die Dame ihrem eigenen Gemecker. Dass die versprochene Polizei mal wieder nicht kam und die Nacht für uns gelaufen war, brauche ich nicht extra zu erwähnen, oder?
Die nette Dame von oben hat jetzt einen weiteren Fan gewonnen. Mein Mann nimmt es allerdings nicht mit einem Lächeln, sondern fühlt sich persönlich angegriffen, da er sich für unsere Halle verantwortlich fühlt und keine Nachrede dieser Art dulden will. Haha, ich bin übrigens mal gespannt, ob der Sohn der Dame sich angesichts meines Mannes nochmal zu seinen Mafia-Methoden hinreißen lässt. Der beste Mann von allen hat auch kein Problem damit, beim nächsten Vorfall selbst die Polizei zu holen.. und das Gesicht der Dame möchte ich dann gern mal sehen ^^
Ich sollte mir für die Zukunft schon mal nen Klappstuhl und Popcorn bereitstellen. Es kann spannend werden, wenn es wieder heißt: "Schnupper-Verschwörung, Klappe die 4."
Amüsierte Grüße,
Urs
Freitag, 8. Juli 2011
Dienstag, 7. Juni 2011
Lieber Chef....
... oder was bei der Urs zwischendurch so los war...
(man stelle sich diesen offenen Brief bitte im netten Tonfall mit einem leichten Lächeln vor)
Lieber Chef!
Ende letzten Jahres durfte ich bei dir ein Praktikum machen. Es war wirklich nicht leicht, mich wieder in den alten Beruf einzuarbeiten. Schon zu Anfang war klar, dass wir nicht die besten Freunde werden. Aber das war okay. Und ich hab mich durchgebissen. Hart gearbeitet, viele Überstunden gemacht. Teilweise so viele, dass Familie und Freunde darunter gelitten haben. Auch das war okay, das gehört manchmal einfach dazu. Wir sind öfters mal aneinandergekracht, du wurdest laut. Ich weiß, du bist Choleriker. Du hast dich immerhin manchmal entschuldigt. Auch das war okay. Ich hab mich irgendwann dran gewöhnt. Zum Jahresende hast du mich dann übernommen. Eigentlich ein Grund zum Freuen.
Um die Feiertage hast du meine Vorgesetzte entlassen, weil sie zu oft krank war. Ich hab ganz selbstverständlich ihre Rolle übernommen, weil es Not tat. Noch mehr Überstunden gekloppt, weil es wichtig war. Krank auf der Arbeit erschienen, wie auch der Rest. Ich wollte, dass die Firma vorankommt. Du sagtest, es wäre jetzt etwas blöd für mich, weil ich in Vorleistung gehen müsste. Bei gleicher Bezahlung mehr arbeiten. Das ist okay, das macht man gerne. Du schienst auch soweit zufrieden. Wie schön.
Im neuen Jahr änderte sich einiges. Du hast viele neue Praktikanten eingestellt, deren Vorgesetzte ich nun war. Ich durfte ihnen helfen, ihre Arbeit kontrollieren und ihre Fehler verbessern. Dazu noch Telefondienst. Das war wirklich viel und ich wusste teilweise echt nicht, wie ich mit der Arbeit zurande kommen sollte. Alles musste schnell gehen - und wer schnell arbeitet, macht sicherlich auch mehr Fehler. Du wurdest zunehmend unzufrieden. Das Kind wurde öfters krank und Überstunden konnte ich auch nicht mehr so leicht machen. Ich hab dir auch erklärt, warum. Ich durfte mir anhören "Wir sind keine soziale Einrichtung". Mag sein, aber was soll ich mit dem Kind tun? Wir haben sonst keinen. Du hast zweimal verschlafen, sagst du. Richtig. Du erwähnst aber auch nicht, dass ich die Zeit jedes Mal nachgearbeitet habe und es dann nicht mehr vorgekommen ist. Du kommst alle naslang zu spät, sagtest du. Auch das ist so nicht richtig. Ich kam immer vor der vertraglich geregelten Zeit. Dass dir das aber zu knapp ist, das sagtest du mir erst recht spät. Also kam ich von da an noch früher. Deine Mutter kontrollierte mich da "dankenswerterweise" immer sehr genau. Lob habe ich in dieser Zeit von dir selten bekommen. Nur die Kollegen haben gemerkt, was ich eigentlich leiste und haben das auch honoriert. Gespräche unter uns endeten meist damit, dass du mir irgendwelche Unzulänglichkeiten vorwarfst. Ich kam mir irgendwann vor, als wäre all meine Arbeit nur ein dampfender Haufen Unflat. Klar mache ich Fehler, die macht jeder. Du nicht? Ich habe deine dauernde Unzufriedenheit gehasst und dass du mich so oft angeschrien hast. Entschuldigungen waren scheinbar auch nicht mehr vonnöten. Ich bin von da an nicht mehr mit dir ins Gespräch gegangen und hab auch meinen immensen privaten Stress für mich behalten.
Bis letzte Woche, letzter Tag der Probezeit. Da sagtest du: wir trennen uns von dir. Super. Mir wäre fast die Kinnlade runtergefallen. Die Gründe dafür klangen mir irgendwie etwas... aber gut, ich will dir nix unterstellen. Ich war bei Facebook online. Ja. So wie die anderen Kollegen, aber das habe ich dir nicht gesagt. Du wusstest es und hast bis zu diesem Tag nix gesagt. Wie so oft. Ich wäre unmotiviert ("Du hast lang keine Überstunden mehr gemacht"). Komisch, das siehst nur du so - hier unterstelle ich dir aber, dass du es nicht anders sehen möchtest. Auch dein Punkt, dass ich dir nicht zuhöre. Das tue ich und jeder weiß es - außer dir. Wir sprechen nicht die gleiche Sprache und es wäre zu anstrengend für dich, meine zu lernen. Ja, wir scheinen wirklich unterschiedliches Deutsch zu reden. Oder ich manchmal wirrisch. Ich ging allerdings davon aus, dass meine Arbeitsleistung dich darüber hinwegsehen lässt. Scheinbar nicht. Ich nehme die Firma nicht ernst. Ah ja. Natürlich ist es so, dass ich nach Feierabend gern die Arbeit aus meinem Kopf streiche - ist doch irgendwie normal? Ich stehe um 4 auf und gehe um 9 ins Bett. Ich habe Familie. Ich weiß ja nicht wie du es machst, aber wenn das für dich wirklich ein Grund ist, dann schuldig im Sinne der Anklage. Das Kind war krank. Right. Öfters sogar. Ich hab mich dafür auch mehrfach entschuldigt und dir erklärt, warum ich zuhause bleiben muss. Anfangs sagtest du mir "wir haben gute Erfahrungen mit jungen Müttern gemacht" - Ich frage mich, was das für Mütter sind, deren Kinder nicht krank werden. So eine haben wir nämlich auf der Arbeit nicht.
Komischerweise sehen die Kollegen das alle ganz anders und sind entsetzt. Klar, ich hab die meiste Erfahrung in dem Bereich, kann alte Schrift lesen und mein Freakwissen anbringen. Bestimmt haben sie auch Angst, dass sie die Arbeit nicht schaffen und die nächsten auf der Liste sind. Sicher nicht ganz unbegründet.
Wie auch immer, du bist der Chef, du hast Recht. Ich kann sagen, was ich will und es braucht dich nicht zu interessieren. Probezeit halt. Ich kann aber partout nicht ertragen, dass du meine Person und meine Arbeitsleistung so schlecht machst.
Ganz unter uns: ich sehe dich irgendwann allein im Büro sitzen. Jeder, dem ich von dir erzählt habe, hat gesagt: mach das nicht mehr mit. Kündige. Ich wollte es eigentlich nicht. Danke, dass du mir die Entscheidung abgenommen hast.
MfG, Urs
P.S.: Lieber Leser. Ich möchte an dieser Stelle mein absolutes Entsetzen darüber zum Ausdruck bringen, was der Arbeitsmarkt manchmal für eine rechtlose Zone ist. Gerade für junge Mütter ist das doch desaströs. Ihr wollt, dass wir Kinder bekommen - schert euch aber einen feuchten Kehricht darum, ob wir Arbeitsplätze bekommen oder behalten. Das ist nämlich als Elternteil gar nicht so leicht. Wundert sich da noch jemand über die wirtschaftliche Lage? Ich nicht.
Ich wünsche allen, die sich momentan umorientieren oder neu bewerben einen guten Neustart, viel Erfolg und einen nette(ren) Chef!
(man stelle sich diesen offenen Brief bitte im netten Tonfall mit einem leichten Lächeln vor)
Lieber Chef!
Ende letzten Jahres durfte ich bei dir ein Praktikum machen. Es war wirklich nicht leicht, mich wieder in den alten Beruf einzuarbeiten. Schon zu Anfang war klar, dass wir nicht die besten Freunde werden. Aber das war okay. Und ich hab mich durchgebissen. Hart gearbeitet, viele Überstunden gemacht. Teilweise so viele, dass Familie und Freunde darunter gelitten haben. Auch das war okay, das gehört manchmal einfach dazu. Wir sind öfters mal aneinandergekracht, du wurdest laut. Ich weiß, du bist Choleriker. Du hast dich immerhin manchmal entschuldigt. Auch das war okay. Ich hab mich irgendwann dran gewöhnt. Zum Jahresende hast du mich dann übernommen. Eigentlich ein Grund zum Freuen.
Um die Feiertage hast du meine Vorgesetzte entlassen, weil sie zu oft krank war. Ich hab ganz selbstverständlich ihre Rolle übernommen, weil es Not tat. Noch mehr Überstunden gekloppt, weil es wichtig war. Krank auf der Arbeit erschienen, wie auch der Rest. Ich wollte, dass die Firma vorankommt. Du sagtest, es wäre jetzt etwas blöd für mich, weil ich in Vorleistung gehen müsste. Bei gleicher Bezahlung mehr arbeiten. Das ist okay, das macht man gerne. Du schienst auch soweit zufrieden. Wie schön.
Im neuen Jahr änderte sich einiges. Du hast viele neue Praktikanten eingestellt, deren Vorgesetzte ich nun war. Ich durfte ihnen helfen, ihre Arbeit kontrollieren und ihre Fehler verbessern. Dazu noch Telefondienst. Das war wirklich viel und ich wusste teilweise echt nicht, wie ich mit der Arbeit zurande kommen sollte. Alles musste schnell gehen - und wer schnell arbeitet, macht sicherlich auch mehr Fehler. Du wurdest zunehmend unzufrieden. Das Kind wurde öfters krank und Überstunden konnte ich auch nicht mehr so leicht machen. Ich hab dir auch erklärt, warum. Ich durfte mir anhören "Wir sind keine soziale Einrichtung". Mag sein, aber was soll ich mit dem Kind tun? Wir haben sonst keinen. Du hast zweimal verschlafen, sagst du. Richtig. Du erwähnst aber auch nicht, dass ich die Zeit jedes Mal nachgearbeitet habe und es dann nicht mehr vorgekommen ist. Du kommst alle naslang zu spät, sagtest du. Auch das ist so nicht richtig. Ich kam immer vor der vertraglich geregelten Zeit. Dass dir das aber zu knapp ist, das sagtest du mir erst recht spät. Also kam ich von da an noch früher. Deine Mutter kontrollierte mich da "dankenswerterweise" immer sehr genau. Lob habe ich in dieser Zeit von dir selten bekommen. Nur die Kollegen haben gemerkt, was ich eigentlich leiste und haben das auch honoriert. Gespräche unter uns endeten meist damit, dass du mir irgendwelche Unzulänglichkeiten vorwarfst. Ich kam mir irgendwann vor, als wäre all meine Arbeit nur ein dampfender Haufen Unflat. Klar mache ich Fehler, die macht jeder. Du nicht? Ich habe deine dauernde Unzufriedenheit gehasst und dass du mich so oft angeschrien hast. Entschuldigungen waren scheinbar auch nicht mehr vonnöten. Ich bin von da an nicht mehr mit dir ins Gespräch gegangen und hab auch meinen immensen privaten Stress für mich behalten.
Bis letzte Woche, letzter Tag der Probezeit. Da sagtest du: wir trennen uns von dir. Super. Mir wäre fast die Kinnlade runtergefallen. Die Gründe dafür klangen mir irgendwie etwas... aber gut, ich will dir nix unterstellen. Ich war bei Facebook online. Ja. So wie die anderen Kollegen, aber das habe ich dir nicht gesagt. Du wusstest es und hast bis zu diesem Tag nix gesagt. Wie so oft. Ich wäre unmotiviert ("Du hast lang keine Überstunden mehr gemacht"). Komisch, das siehst nur du so - hier unterstelle ich dir aber, dass du es nicht anders sehen möchtest. Auch dein Punkt, dass ich dir nicht zuhöre. Das tue ich und jeder weiß es - außer dir. Wir sprechen nicht die gleiche Sprache und es wäre zu anstrengend für dich, meine zu lernen. Ja, wir scheinen wirklich unterschiedliches Deutsch zu reden. Oder ich manchmal wirrisch. Ich ging allerdings davon aus, dass meine Arbeitsleistung dich darüber hinwegsehen lässt. Scheinbar nicht. Ich nehme die Firma nicht ernst. Ah ja. Natürlich ist es so, dass ich nach Feierabend gern die Arbeit aus meinem Kopf streiche - ist doch irgendwie normal? Ich stehe um 4 auf und gehe um 9 ins Bett. Ich habe Familie. Ich weiß ja nicht wie du es machst, aber wenn das für dich wirklich ein Grund ist, dann schuldig im Sinne der Anklage. Das Kind war krank. Right. Öfters sogar. Ich hab mich dafür auch mehrfach entschuldigt und dir erklärt, warum ich zuhause bleiben muss. Anfangs sagtest du mir "wir haben gute Erfahrungen mit jungen Müttern gemacht" - Ich frage mich, was das für Mütter sind, deren Kinder nicht krank werden. So eine haben wir nämlich auf der Arbeit nicht.
Komischerweise sehen die Kollegen das alle ganz anders und sind entsetzt. Klar, ich hab die meiste Erfahrung in dem Bereich, kann alte Schrift lesen und mein Freakwissen anbringen. Bestimmt haben sie auch Angst, dass sie die Arbeit nicht schaffen und die nächsten auf der Liste sind. Sicher nicht ganz unbegründet.
Wie auch immer, du bist der Chef, du hast Recht. Ich kann sagen, was ich will und es braucht dich nicht zu interessieren. Probezeit halt. Ich kann aber partout nicht ertragen, dass du meine Person und meine Arbeitsleistung so schlecht machst.
Ganz unter uns: ich sehe dich irgendwann allein im Büro sitzen. Jeder, dem ich von dir erzählt habe, hat gesagt: mach das nicht mehr mit. Kündige. Ich wollte es eigentlich nicht. Danke, dass du mir die Entscheidung abgenommen hast.
MfG, Urs
P.S.: Lieber Leser. Ich möchte an dieser Stelle mein absolutes Entsetzen darüber zum Ausdruck bringen, was der Arbeitsmarkt manchmal für eine rechtlose Zone ist. Gerade für junge Mütter ist das doch desaströs. Ihr wollt, dass wir Kinder bekommen - schert euch aber einen feuchten Kehricht darum, ob wir Arbeitsplätze bekommen oder behalten. Das ist nämlich als Elternteil gar nicht so leicht. Wundert sich da noch jemand über die wirtschaftliche Lage? Ich nicht.
Ich wünsche allen, die sich momentan umorientieren oder neu bewerben einen guten Neustart, viel Erfolg und einen nette(ren) Chef!
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Sonntag, 26. September 2010
Heidentum und Paranoia
Tach, Leude!
Da heut das Herbstblot für mich im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel, nutze ich mal die Gunst der Stunde, um mit euch ein wenig zu diskutieren.
Ich führe mal meine Reihe "Heidentum und..." weiter, da ich finde, da gibt es so einige Baustellen.
Heute möchte ich mit euch über Heidentum und Paranoia reden.
Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass viele Heiden immer noch der Meinung sind, dass wir von unterschiedlichen mehr oder weniger offensichtlichen Institutionen verfolgt werden, die nur auf "unsere" Auslöschung oder Assimilierung hinarbeiten.
Nein, es sind nicht die Borg *lol*
Also, Feind Nummer eins sind natürlich die Buchreligionen, allen voran die bösen Christen. Die haben uns (wer auch immer "uns" ist)ja schon damals mit Feuer und Schwert missioniert. Ja, das stimmt, aber nicht nur. Und das muss man auch ganz offen sagen. Das Christentum hatte Ideen, die einfach für die damalige Zeit unüblich waren und die Leute angesprochen haben. Viele sind sicher auch freiwillig übergetreten. Das soll nicht heißen, dass ich die Christianisierung gut heiße, aber Leute, die freiwillig konvertieren, haben ihre Berechtigung. Punkt. Und ja, die Kirche (und ich meine hier die Kirche als Organisation) hatte und hat viele Leichen im Keller. Sicher wäre Jesus auch entsetzt, wenn er die Richtung gesehen hätte, die sein Club eingeschlagen hat. Keine Frage.
Aber ich glaube persönlich, dass die Kirche genug eigene Probleme hat, und dass das Grüppchen Heiden für sie sicherlich eines der wenigsten Probleme ist. Klar, wir haben noch Baustellen hier. Sicher, es läuft nicht alles rund. Aber ich bin der Meinung, wenn etwas stört, sollte man es anpacken und nicht groß rumsabbeln.
So, Feindbild Nummer zwei: die Muslime: huuuu! Spätestens seit 9/11 wissen wir ja alle, wie gefährlich diese tickenden Zeitbomben sind! Und sie kommen, um uns alle zu bekehren - und umzubringen - oder gar beides! Steht schon im Koran und es sind ja sowieso alle gleich! Überhaupt, all diese Wüstenreligionen. Das ist doch völlig artfremd! (ich hoffe, jedem fällt hier die Ironie auf)
Also, liebe Leute. Wem noch nicht aufgefallen sein sollte, wie unterschiedlich der Islam mit all seinen Auslegungen und Rechtsschulen ist, der tut mir leid. Ja, ich muss aus Erfahrung sagen, die Toleranz Polyhteisten gegenüber ist leider manchmal wirklich nicht groß. Gut. Das finde ich auch schade. Aber das heißt ja a) nicht, dass wir es ihnen nun gleichtun müssen und b) es gibt genug tolerante und liebe Muslime und denen gegenüber steht es uns einfach an, Respekt vor deren Religion zu zeigen. Bei Christen sehe ich es übrigens ähnlich.
Klar, ich hab mich angesichts mancher Äußerungen auch schon tierisch geflucht und bei manchen Koran- und Bibelstellen kräuseln sich mir auch die Nägel. ABER: die Auslegung ist immer noch Sache jedes Einzelnen. Jeder interpretiert eine Stelle anders. Und ich habe oft das Gefühl, die Stimmen, die sich für friedliche Religionsausübung aussprechen werden oft überhört, während dann jeder Pups eines Radikalen dann sofort freudestrahlend angenommen wird. Man wusste es ja schon lange! Ha!
Oft kriegt man dann Stilblüten zu lesen wie "Jaaa, die Christianisierung hat unserem germanischen Volk voll viel Unheil gebracht!" Okay, den Hinweis, dass es ein germanisches Volk nie gab und dass Deutschland erst *nach* der Christianisierung entstand überlesen wir natürlich geflissentlich.
Ich hab das leise Gefühl, manche wollen sich einfach verfolgt fühlen.
OH, und das neueste sind übrigens die Freimaurer. Die sind aber bekanntlich schuld an allem. Also ich muss ganz ehrlich sein, ich weiß nicht viel darüber. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie a) an allem schuld sind und b) dann auch noch die Weltherrschaft wollen. Aber das ist anscheinend ein richtiger Hit bei manchen Leuten. Ich halte das Internet für eine tolle Sache, aber oft macht es ohnehin schon wirre Leute noch wirrer. Als Beweis müssen dann tolle Youtube Videos herhalten, so richtig schön dramatisch, damit auch alle Angst vor der unbekannten Macht bekommen. Wer nicht gleich mit schreiend im Kreis rennt, ist natürlich blind - wie immer.
Ach Leute ey. Man kann sich das Leben auch unnötig schwer machen. Was spricht dagegen, einfach sein Leben zu führen, ohne ständig irgendwo Bedrohungen zu sehen? Ich mein, das hat ja nix mit fehlendem kritischen Blick oder mangelndem Engagement zu tun. Genausowenig was mit "die andere Wange hinhalten", das wurde mir nämlich auch schon vorgeworfen.
Nö. Ich habe einfach keine Lust, mich da verrückt machen zu lassen. Mal angenommen, es gäbe wirklich eine Gefahr, was bringt es denn, wie ein aufgescheuchtes Huhn in der Gegend rumzurennen und rumzugackern? Davon wird es auch nicht besser. Ich ziehe es vor, mich nicht verrückt machen zu lassen und warte, bis sich diese ominöse Gefahr zeigt oder auch nicht - wovon ich eigentlich eher ausgehe.
Natürlich möchte ich euch auch heut wieder einen passenden Edda-Spruch mit auf den Weg geben:
"Unweiser Mann durchwacht die Nächte
Und sorgt um alle Sachen;
Matt nur ist er, wenn der Morgen kommt,
Der Jammer wahrt wie er war."
Liebe Grüße an all meine lieben Leser - und eine Runde Alu-Hüte an alle Paranoiker :D
LG, Urs
Da heut das Herbstblot für mich im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel, nutze ich mal die Gunst der Stunde, um mit euch ein wenig zu diskutieren.
Ich führe mal meine Reihe "Heidentum und..." weiter, da ich finde, da gibt es so einige Baustellen.
Heute möchte ich mit euch über Heidentum und Paranoia reden.
Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass viele Heiden immer noch der Meinung sind, dass wir von unterschiedlichen mehr oder weniger offensichtlichen Institutionen verfolgt werden, die nur auf "unsere" Auslöschung oder Assimilierung hinarbeiten.
Nein, es sind nicht die Borg *lol*
Also, Feind Nummer eins sind natürlich die Buchreligionen, allen voran die bösen Christen. Die haben uns (wer auch immer "uns" ist)ja schon damals mit Feuer und Schwert missioniert. Ja, das stimmt, aber nicht nur. Und das muss man auch ganz offen sagen. Das Christentum hatte Ideen, die einfach für die damalige Zeit unüblich waren und die Leute angesprochen haben. Viele sind sicher auch freiwillig übergetreten. Das soll nicht heißen, dass ich die Christianisierung gut heiße, aber Leute, die freiwillig konvertieren, haben ihre Berechtigung. Punkt. Und ja, die Kirche (und ich meine hier die Kirche als Organisation) hatte und hat viele Leichen im Keller. Sicher wäre Jesus auch entsetzt, wenn er die Richtung gesehen hätte, die sein Club eingeschlagen hat. Keine Frage.
Aber ich glaube persönlich, dass die Kirche genug eigene Probleme hat, und dass das Grüppchen Heiden für sie sicherlich eines der wenigsten Probleme ist. Klar, wir haben noch Baustellen hier. Sicher, es läuft nicht alles rund. Aber ich bin der Meinung, wenn etwas stört, sollte man es anpacken und nicht groß rumsabbeln.
So, Feindbild Nummer zwei: die Muslime: huuuu! Spätestens seit 9/11 wissen wir ja alle, wie gefährlich diese tickenden Zeitbomben sind! Und sie kommen, um uns alle zu bekehren - und umzubringen - oder gar beides! Steht schon im Koran und es sind ja sowieso alle gleich! Überhaupt, all diese Wüstenreligionen. Das ist doch völlig artfremd! (ich hoffe, jedem fällt hier die Ironie auf)
Also, liebe Leute. Wem noch nicht aufgefallen sein sollte, wie unterschiedlich der Islam mit all seinen Auslegungen und Rechtsschulen ist, der tut mir leid. Ja, ich muss aus Erfahrung sagen, die Toleranz Polyhteisten gegenüber ist leider manchmal wirklich nicht groß. Gut. Das finde ich auch schade. Aber das heißt ja a) nicht, dass wir es ihnen nun gleichtun müssen und b) es gibt genug tolerante und liebe Muslime und denen gegenüber steht es uns einfach an, Respekt vor deren Religion zu zeigen. Bei Christen sehe ich es übrigens ähnlich.
Klar, ich hab mich angesichts mancher Äußerungen auch schon tierisch geflucht und bei manchen Koran- und Bibelstellen kräuseln sich mir auch die Nägel. ABER: die Auslegung ist immer noch Sache jedes Einzelnen. Jeder interpretiert eine Stelle anders. Und ich habe oft das Gefühl, die Stimmen, die sich für friedliche Religionsausübung aussprechen werden oft überhört, während dann jeder Pups eines Radikalen dann sofort freudestrahlend angenommen wird. Man wusste es ja schon lange! Ha!
Oft kriegt man dann Stilblüten zu lesen wie "Jaaa, die Christianisierung hat unserem germanischen Volk voll viel Unheil gebracht!" Okay, den Hinweis, dass es ein germanisches Volk nie gab und dass Deutschland erst *nach* der Christianisierung entstand überlesen wir natürlich geflissentlich.
Ich hab das leise Gefühl, manche wollen sich einfach verfolgt fühlen.
OH, und das neueste sind übrigens die Freimaurer. Die sind aber bekanntlich schuld an allem. Also ich muss ganz ehrlich sein, ich weiß nicht viel darüber. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie a) an allem schuld sind und b) dann auch noch die Weltherrschaft wollen. Aber das ist anscheinend ein richtiger Hit bei manchen Leuten. Ich halte das Internet für eine tolle Sache, aber oft macht es ohnehin schon wirre Leute noch wirrer. Als Beweis müssen dann tolle Youtube Videos herhalten, so richtig schön dramatisch, damit auch alle Angst vor der unbekannten Macht bekommen. Wer nicht gleich mit schreiend im Kreis rennt, ist natürlich blind - wie immer.
Ach Leute ey. Man kann sich das Leben auch unnötig schwer machen. Was spricht dagegen, einfach sein Leben zu führen, ohne ständig irgendwo Bedrohungen zu sehen? Ich mein, das hat ja nix mit fehlendem kritischen Blick oder mangelndem Engagement zu tun. Genausowenig was mit "die andere Wange hinhalten", das wurde mir nämlich auch schon vorgeworfen.
Nö. Ich habe einfach keine Lust, mich da verrückt machen zu lassen. Mal angenommen, es gäbe wirklich eine Gefahr, was bringt es denn, wie ein aufgescheuchtes Huhn in der Gegend rumzurennen und rumzugackern? Davon wird es auch nicht besser. Ich ziehe es vor, mich nicht verrückt machen zu lassen und warte, bis sich diese ominöse Gefahr zeigt oder auch nicht - wovon ich eigentlich eher ausgehe.
Natürlich möchte ich euch auch heut wieder einen passenden Edda-Spruch mit auf den Weg geben:
"Unweiser Mann durchwacht die Nächte
Und sorgt um alle Sachen;
Matt nur ist er, wenn der Morgen kommt,
Der Jammer wahrt wie er war."
Liebe Grüße an all meine lieben Leser - und eine Runde Alu-Hüte an alle Paranoiker :D
LG, Urs
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Dienstag, 31. August 2010
Heidentum und Ellenbogengesellschaft
Lang lang ists her... ja, ich weiß. Momentan ist mein Kopf so voll mit allem möglichen, dass ich kaum mehr zum Bloggen komme.
Heute juckts mir aus aktuellem Anlass allerdings wieder in den Fingern. Thema *auf die Überschrift deutet* Heiden und (Ellenbogen-)Gesellschaft.
Wer hats denn heutzutage schon leicht? Wer hatte es früher leicht? Oder besser: wann ist es überhaupt mal leicht gewesen?
Wenn man manchen Leuten glauben möchte, war das Leben "damals" (wann auch immer das gewesen sein soll) voll Licht, Liebe und ritterlichen Tugenden. Man turnte fröhlich durchs erfüllte Leben, liebte die Natur und manchmal auch seinen Nächsten. Es herrschten weise Frauen, die stets liebevoll gerecht und nie, ich betone NIE! zickig waren, stritten oder gar Krieg führten. Die große Göttin schaute wohlwollend zu - und sagte ich schon, wie lieb sich alle hatten? Ja, so oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein.
Und jetzt stellt euch mal vor wie es ist, wenn ein Heide, der mit seinem Kopf fest in dieser Welt verwurzelt ist (ich tippe mal auf karmisches Problem oder so), in die bitterböse, kalte Welt des Hier und Jetzt geschubst wird.
Ich mein, man ist ja als Heide sowieso quasi schon prädestiniert für Unterdrückung durch andere. War schon immer so! Am besten man zeigt der Welt die geballte Macht seines Protestes, indem man aus Prinzip schon mit einer Flappe auf die Straße geht. Seht her! Ich bin ein Heide und werde unterdrückt! Ein Statement!
Ebenso hilfreich ist es, oft und viel über die Ungerechtigkeit der heutigen Welt zu schwadronieren. Ideen, Rat und Lebenshilfe überhört man am besten großzügig,denn das sind eh nur Versuche, vom Elend abzulenken. Man steuere dem entgegen, indem man noch lauter und penetranter rhabarbert.
Wenn man dann ausgelacht wird oder jemand einen gar als Jammerlappen tituliert, dann ist das DIE Bestätigung. Keiner akzeptiert einen. Und wir wussten doch sowieso schon lange, dass die Menschen heutzutage alle gleich sind. Intolerant. Grausam. Bildleser. Flatratesäufer. DSDS-Gucker. Strohhalmkronenträger. Kurz: das personifizierte Böse. Als ohnehin schon gramgebeutelter Heide ist es dann doch das Beste, wenn man sich dieser bösen Gesellschaft von vorneherein entsagt!
Aber mal Spaß beiseite, lieber Leser. Ist das wirklich so?
Ich persönlich empfinde das ganz anders. Ich persönlich fühle mich als bekennender Heide keineswegs unterdrückt. Generell fühlt sich doch eigentlich jede religiöse Gruppierung irgendwie benachteiligt. Ist das was Neues? Nö, oder? Klar, manchmal lachen die Leute. Aber das ist dann doch deren Problem und nicht meines.
Dazu habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass wie es in den Wald reinschallt, es auch wieder rauskommt (jaja, ich weiß, 5 Euro ins Phrasenschwein ^^). Wenn ich den Leuten nett und respektvoll gegenübertrete und ganz natürlich mit meiner Religion umgehe, dann sind die meisten auch nett und offen mir gegenüber. Wenn nicht, ja meine Güte. Ich muss auch nicht jeden mögen.
Das Selbe gilt auch für die ach so pöööhse Gesellschaft. Ich steh morgens zwar zerknittert, aber fröhlich auf und sag der Welt jeden Tag aufs Neue: HEY, hier bin ich! Klar, manchmal geht einem die Welt aufn Senkel. Wenn der Chef meckert, oder die Mama, der Hund in die Wohnung macht oder man sich ein Bein bricht. Aber im Großen und Ganzen geht es uns doch echt gut und wir können wirklich froh darüber sein. Man sollte sich stets bewusst sein, dass es Menschen gibt, die es nicht so gut haben und dankbar sein für das, was man hat. Wer was übrig hat, soll auch ruhig was abgeben.
Ich mein, "früher" war auch nicht alles eitel Sonnenschein. Wisst ihr, wieviele Eichen man für ein einziges Wikinger-Langschiff brauchte? Ich habe mal sagen hören, 80. Oder wisst ihr, warum die Lüneburger Heide heutzutage eine Heide ist? Genau, durch Rodung, um an die Bodenschätze zu kommen. Soviel zur damaligen Naturverbundenheit.
Ich bin froh, heutzutage zu leben. Früher war auch nicht alles besser. Ich bin froh, dass meine Kinder eine mehr als gute Chance haben, das Erwachsenenalter zu erreichen. Wenn mal eins krank wird, ist der Kinderarzt um die Ecke. Ich selbst kann es mir auch leisten, krank zu werden - Krankenversicherung sei Dank. Wenn es mal regnet, muss ich nicht fürchten, im nächsten Winter nix zu essen zu haben. Nicht nur das, ich habe es auch warm in meinen vier Wänden. Ich habe geregelte Arbeitszeiten mit Pausen. Oh, überhaupt kann ich arbeiten, was ich möchte. Nach dem Feierabend hab ich Zeit, mit meinen Kindern zu spielen und muss weder Brot backen noch spinnen noch schnitzen. Wenn die Zeiten weniger gut sind und ich keine Arbeit habe, ist trotzdem mein Lebensunterhalt gesichert - ach, das sind übrigens teilweise Errungenschaften der christlichen Wertevorstellung, liebe Christenhasser.
Die Leute damals waren auch nicht flauschiger und kumpelhafter. Was meint ihr, warum viele Norweger damals nach Island übersiedelten? Oder warum teilweise ganze Völkerwanderungen stattfanden? Nein, bestimmt nicht, weil alle sich furchtbar lieb hatten.
Frauen sind im Übrigen auch nicht besser oder schlechter für Führungsaufgaben geeignet als Männer. Jeder soll das tun, was seinen Neigungen entspricht.
Wenn ich solche Vorurteile wie oben, gepaart mit übermäßigem Gejammer höre, lieber Leser, dann wird mir dezent schlecht. Wir alle, ganz unabhängig davon, ob man nun Heide, Christ, Moslem oder sonstwat ist, sollten versuchen, die Welt besser zu machen. Und sei es erstmal nur unsere eigene kleine Welt. Jammern verschwendet nur unnötig Energie. Im Übrigen widerspricht es sehr den Werten, für die ich eintrete: Selbstverantortung, Disziplin, Stärke und dergleichen.
Wisster, ich hatte es im Leben auch nicht immer leicht. Genauergenommen hat das kaum einer. Ich freu mich für jeden, der sagt: "Scheiß die Wand an! Ich bin hier, das ist gut. Lass es uns angehen!"
An alle Jammerlappen überreiche ich hiermit feierlich ne Packung Taschentücher.
Allen anderen möchte ich noch dieses kleine Edda-Zitat mit auf den Weg geben:
"Der milde, mutige Mann ist am glücklichsten,
Den selten Sorge beschleicht;
Doch der Verzagte zittert vor allem
Und kargt verkümmernd mit Gaben"
Hav. 57
Einen schönen Abend euch allen! Und natürlich seid ihr herzlich aufgefordert, eure Meinung kundzutun :-)
LG, Urs
Heute juckts mir aus aktuellem Anlass allerdings wieder in den Fingern. Thema *auf die Überschrift deutet* Heiden und (Ellenbogen-)Gesellschaft.
Wer hats denn heutzutage schon leicht? Wer hatte es früher leicht? Oder besser: wann ist es überhaupt mal leicht gewesen?
Wenn man manchen Leuten glauben möchte, war das Leben "damals" (wann auch immer das gewesen sein soll) voll Licht, Liebe und ritterlichen Tugenden. Man turnte fröhlich durchs erfüllte Leben, liebte die Natur und manchmal auch seinen Nächsten. Es herrschten weise Frauen, die stets liebevoll gerecht und nie, ich betone NIE! zickig waren, stritten oder gar Krieg führten. Die große Göttin schaute wohlwollend zu - und sagte ich schon, wie lieb sich alle hatten? Ja, so oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein.
Und jetzt stellt euch mal vor wie es ist, wenn ein Heide, der mit seinem Kopf fest in dieser Welt verwurzelt ist (ich tippe mal auf karmisches Problem oder so), in die bitterböse, kalte Welt des Hier und Jetzt geschubst wird.
Ich mein, man ist ja als Heide sowieso quasi schon prädestiniert für Unterdrückung durch andere. War schon immer so! Am besten man zeigt der Welt die geballte Macht seines Protestes, indem man aus Prinzip schon mit einer Flappe auf die Straße geht. Seht her! Ich bin ein Heide und werde unterdrückt! Ein Statement!
Ebenso hilfreich ist es, oft und viel über die Ungerechtigkeit der heutigen Welt zu schwadronieren. Ideen, Rat und Lebenshilfe überhört man am besten großzügig,denn das sind eh nur Versuche, vom Elend abzulenken. Man steuere dem entgegen, indem man noch lauter und penetranter rhabarbert.
Wenn man dann ausgelacht wird oder jemand einen gar als Jammerlappen tituliert, dann ist das DIE Bestätigung. Keiner akzeptiert einen. Und wir wussten doch sowieso schon lange, dass die Menschen heutzutage alle gleich sind. Intolerant. Grausam. Bildleser. Flatratesäufer. DSDS-Gucker. Strohhalmkronenträger. Kurz: das personifizierte Böse. Als ohnehin schon gramgebeutelter Heide ist es dann doch das Beste, wenn man sich dieser bösen Gesellschaft von vorneherein entsagt!
Aber mal Spaß beiseite, lieber Leser. Ist das wirklich so?
Ich persönlich empfinde das ganz anders. Ich persönlich fühle mich als bekennender Heide keineswegs unterdrückt. Generell fühlt sich doch eigentlich jede religiöse Gruppierung irgendwie benachteiligt. Ist das was Neues? Nö, oder? Klar, manchmal lachen die Leute. Aber das ist dann doch deren Problem und nicht meines.
Dazu habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass wie es in den Wald reinschallt, es auch wieder rauskommt (jaja, ich weiß, 5 Euro ins Phrasenschwein ^^). Wenn ich den Leuten nett und respektvoll gegenübertrete und ganz natürlich mit meiner Religion umgehe, dann sind die meisten auch nett und offen mir gegenüber. Wenn nicht, ja meine Güte. Ich muss auch nicht jeden mögen.
Das Selbe gilt auch für die ach so pöööhse Gesellschaft. Ich steh morgens zwar zerknittert, aber fröhlich auf und sag der Welt jeden Tag aufs Neue: HEY, hier bin ich! Klar, manchmal geht einem die Welt aufn Senkel. Wenn der Chef meckert, oder die Mama, der Hund in die Wohnung macht oder man sich ein Bein bricht. Aber im Großen und Ganzen geht es uns doch echt gut und wir können wirklich froh darüber sein. Man sollte sich stets bewusst sein, dass es Menschen gibt, die es nicht so gut haben und dankbar sein für das, was man hat. Wer was übrig hat, soll auch ruhig was abgeben.
Ich mein, "früher" war auch nicht alles eitel Sonnenschein. Wisst ihr, wieviele Eichen man für ein einziges Wikinger-Langschiff brauchte? Ich habe mal sagen hören, 80. Oder wisst ihr, warum die Lüneburger Heide heutzutage eine Heide ist? Genau, durch Rodung, um an die Bodenschätze zu kommen. Soviel zur damaligen Naturverbundenheit.
Ich bin froh, heutzutage zu leben. Früher war auch nicht alles besser. Ich bin froh, dass meine Kinder eine mehr als gute Chance haben, das Erwachsenenalter zu erreichen. Wenn mal eins krank wird, ist der Kinderarzt um die Ecke. Ich selbst kann es mir auch leisten, krank zu werden - Krankenversicherung sei Dank. Wenn es mal regnet, muss ich nicht fürchten, im nächsten Winter nix zu essen zu haben. Nicht nur das, ich habe es auch warm in meinen vier Wänden. Ich habe geregelte Arbeitszeiten mit Pausen. Oh, überhaupt kann ich arbeiten, was ich möchte. Nach dem Feierabend hab ich Zeit, mit meinen Kindern zu spielen und muss weder Brot backen noch spinnen noch schnitzen. Wenn die Zeiten weniger gut sind und ich keine Arbeit habe, ist trotzdem mein Lebensunterhalt gesichert - ach, das sind übrigens teilweise Errungenschaften der christlichen Wertevorstellung, liebe Christenhasser.
Die Leute damals waren auch nicht flauschiger und kumpelhafter. Was meint ihr, warum viele Norweger damals nach Island übersiedelten? Oder warum teilweise ganze Völkerwanderungen stattfanden? Nein, bestimmt nicht, weil alle sich furchtbar lieb hatten.
Frauen sind im Übrigen auch nicht besser oder schlechter für Führungsaufgaben geeignet als Männer. Jeder soll das tun, was seinen Neigungen entspricht.
Wenn ich solche Vorurteile wie oben, gepaart mit übermäßigem Gejammer höre, lieber Leser, dann wird mir dezent schlecht. Wir alle, ganz unabhängig davon, ob man nun Heide, Christ, Moslem oder sonstwat ist, sollten versuchen, die Welt besser zu machen. Und sei es erstmal nur unsere eigene kleine Welt. Jammern verschwendet nur unnötig Energie. Im Übrigen widerspricht es sehr den Werten, für die ich eintrete: Selbstverantortung, Disziplin, Stärke und dergleichen.
Wisster, ich hatte es im Leben auch nicht immer leicht. Genauergenommen hat das kaum einer. Ich freu mich für jeden, der sagt: "Scheiß die Wand an! Ich bin hier, das ist gut. Lass es uns angehen!"
An alle Jammerlappen überreiche ich hiermit feierlich ne Packung Taschentücher.
Allen anderen möchte ich noch dieses kleine Edda-Zitat mit auf den Weg geben:
"Der milde, mutige Mann ist am glücklichsten,
Den selten Sorge beschleicht;
Doch der Verzagte zittert vor allem
Und kargt verkümmernd mit Gaben"
Hav. 57
Einen schönen Abend euch allen! Und natürlich seid ihr herzlich aufgefordert, eure Meinung kundzutun :-)
LG, Urs
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Freitag, 25. Juni 2010
Von einem Goden, der auszog...
... um das Fürchten zu lehren...
Hach, Leute, ich weiß, das Thema Geza ist mittlerweile omnipräsent und eigentlich sollten wir ihn lieber seiner wohlverdienten Nichtbeachtung anheim fallen lassen. So ganz will mir aber das Thema nicht aus dem Kopf...
Heute läuft die vom unfreiwilligen Comedian gesetzte Frist ab. Ich bin ja so gespannt, was er sich schönes für die unbeugsamen Neuheiden hat einfallen lassen. Im Kindergarten muss man schließlich Konsequenz zeigen, sonst tanzen einem am Ende alle auf der Nase rum. Und wo käme man da hin als Obergode?!
Apropos Konsequenz: der gute Mann weigert sich immer noch hartnäckig, den mittlerweile allerorts verlangten Beweis dafür zu bringen, dass "Allsherjargode" ein in seinem Perso eingetragener Name ist. Was ist daran so schwer? Muss man als Altheide erst eine Kopie des Ausweises in Stein meißeln? Oooh, aber dann sieht man ja seine persönlichen Daten? Also wenn ich mich recht erinnere, steht im Impressum seines Buches auch seine Adresse - und ich kann nur sagen, dass ich noch nie das Bedürfnis hatte, geschweige denn haben werde, den Mann auch noch persönlich zu besuchen. Dem seine Penetranz reicht mir schon im Internet, wo ich zur Not noch wegklicken kann. Der einzigste Nutzen, den ich mir vorstellen könnte, wäre mir sein Ausweisbild zu kopieren und über die Toilette zu hängen. Sicher hilfreich bei Verstopfung. Aber selbst hier könnte ich sein Konterfei herbekommen, wo immer ich wollte. Also, welchen Grund gibt es für ihn, sich so zu zieren? Genau, finde ich auch.
Seine Anhänger sehen das anders und befürworten das rabiate Verhalten ihres guten Hirten. Es wäre ja auch endlich mal an der Zeit, dagegen vorzugehen. Tatsächlich. Denn irgendwie finde ich es ziemlich befremdlich, die angeblichen Beleidigungen (ich finde ja eher, der Gruselgode ist etwas empfindlich, humorlos und erwartet anscheinend, dass sich jeder zu seinen gebenedeiten Füßen niederwirft) jahrelang stehen zu lassen (wie alt war der Geza-Blues nochmal? um DANN, ganz plötzlich wie ein Kasperl aus der Box zu springen. Ein plötzlicher Anfall von Verzweiflung? Wohl eher nicht. Vielleicht ist der Kühlschrank leer oder sein neuestes Buch verkauft sich nicht wie erwartet - oder beides. Man weiß es nicht. Vorstellen könnte ich mir auch, dass er sich mal wieder zu wenig beachtet fühlt. Lieber Geza, für einen religiösen Würdenträger wie du gern einer wärst, ist so ein beleidigtes Haudrauf-Verhalten keineswegs angemessen und ist auch nicht dazu geeignet, dich kompetenter erscheinen zu lassen, geschweige denn, deinen Beliebtheitsgrad zu erhöhen. Nur so ein kleiner Tipp unter uns zwei Hübschen.
In seinem Forum tönt es jetzt groß von Internetmobbing. Das finde ich auch sehr interessant, denn der einzigste User dort, nennen wir ihn mal W., der es wagt, Kritik zu üben und unliebsame Fragen zu stellen, wird zensiert, von allen Seiten angegriffen und der Lüge bezichtigt. In Anbetracht der Tatsache, dass man alle Fragen mit nur einem einzigen Scan, sprich ohne viel Aufwand und auf einen Schlag klären könnte finde ich das schon mehr als merkwürdig. Nach "über alle Kritik erhaben" klingt das nun wirklich nicht. Eher blamabel. Ich möchte hiermit dem User W. ein dickes Lob aussprechen, dass er es quasi in der Höhle des Goden wagt, Widerstand zu leisten und den Leuten auf den Zahn zu fühlen.
Peinlich finde ich außerdem, dass Geza sich willkürlich nur an die kleinen Foren herantraut und nicht an die großen. Wahrscheinlich weiß er schon, was ihm dort blühen würde. Und auch bei uns kleineren Foren soll er sehen, dass wir nicht klein beigeben wie er es gern hätte. Der wird sich noch wundern und ich hoffe, das ist dem alten Mann eine Lehre.
Allen Betroffenen wünsche ich eigentlich nix weiter außer einer guten Portion Humor, denn ich denke, im Fall der Fälle werden wir ohnehin zusammenstehen und das Nötige tun. Lasst uns Popcorn futtern, ein Bierchen dabei trinken (für mich wirds dann eher ein Longdrink sein)und uns das Godenstadl in all seiner tragischen Komik reinziehen. Ich bin gespannt, wann er mit eingezogenem Schwanz das Weite sucht.
Bis zum nächsten Mal, wenn der Mond wieder voll oder die Godenkasse leer ist...
Kämpferische Grüße, Urs
Hach, Leute, ich weiß, das Thema Geza ist mittlerweile omnipräsent und eigentlich sollten wir ihn lieber seiner wohlverdienten Nichtbeachtung anheim fallen lassen. So ganz will mir aber das Thema nicht aus dem Kopf...
Heute läuft die vom unfreiwilligen Comedian gesetzte Frist ab. Ich bin ja so gespannt, was er sich schönes für die unbeugsamen Neuheiden hat einfallen lassen. Im Kindergarten muss man schließlich Konsequenz zeigen, sonst tanzen einem am Ende alle auf der Nase rum. Und wo käme man da hin als Obergode?!
Apropos Konsequenz: der gute Mann weigert sich immer noch hartnäckig, den mittlerweile allerorts verlangten Beweis dafür zu bringen, dass "Allsherjargode" ein in seinem Perso eingetragener Name ist. Was ist daran so schwer? Muss man als Altheide erst eine Kopie des Ausweises in Stein meißeln? Oooh, aber dann sieht man ja seine persönlichen Daten? Also wenn ich mich recht erinnere, steht im Impressum seines Buches auch seine Adresse - und ich kann nur sagen, dass ich noch nie das Bedürfnis hatte, geschweige denn haben werde, den Mann auch noch persönlich zu besuchen. Dem seine Penetranz reicht mir schon im Internet, wo ich zur Not noch wegklicken kann. Der einzigste Nutzen, den ich mir vorstellen könnte, wäre mir sein Ausweisbild zu kopieren und über die Toilette zu hängen. Sicher hilfreich bei Verstopfung. Aber selbst hier könnte ich sein Konterfei herbekommen, wo immer ich wollte. Also, welchen Grund gibt es für ihn, sich so zu zieren? Genau, finde ich auch.
Seine Anhänger sehen das anders und befürworten das rabiate Verhalten ihres guten Hirten. Es wäre ja auch endlich mal an der Zeit, dagegen vorzugehen. Tatsächlich. Denn irgendwie finde ich es ziemlich befremdlich, die angeblichen Beleidigungen (ich finde ja eher, der Gruselgode ist etwas empfindlich, humorlos und erwartet anscheinend, dass sich jeder zu seinen gebenedeiten Füßen niederwirft) jahrelang stehen zu lassen (wie alt war der Geza-Blues nochmal? um DANN, ganz plötzlich wie ein Kasperl aus der Box zu springen. Ein plötzlicher Anfall von Verzweiflung? Wohl eher nicht. Vielleicht ist der Kühlschrank leer oder sein neuestes Buch verkauft sich nicht wie erwartet - oder beides. Man weiß es nicht. Vorstellen könnte ich mir auch, dass er sich mal wieder zu wenig beachtet fühlt. Lieber Geza, für einen religiösen Würdenträger wie du gern einer wärst, ist so ein beleidigtes Haudrauf-Verhalten keineswegs angemessen und ist auch nicht dazu geeignet, dich kompetenter erscheinen zu lassen, geschweige denn, deinen Beliebtheitsgrad zu erhöhen. Nur so ein kleiner Tipp unter uns zwei Hübschen.
In seinem Forum tönt es jetzt groß von Internetmobbing. Das finde ich auch sehr interessant, denn der einzigste User dort, nennen wir ihn mal W., der es wagt, Kritik zu üben und unliebsame Fragen zu stellen, wird zensiert, von allen Seiten angegriffen und der Lüge bezichtigt. In Anbetracht der Tatsache, dass man alle Fragen mit nur einem einzigen Scan, sprich ohne viel Aufwand und auf einen Schlag klären könnte finde ich das schon mehr als merkwürdig. Nach "über alle Kritik erhaben" klingt das nun wirklich nicht. Eher blamabel. Ich möchte hiermit dem User W. ein dickes Lob aussprechen, dass er es quasi in der Höhle des Goden wagt, Widerstand zu leisten und den Leuten auf den Zahn zu fühlen.
Peinlich finde ich außerdem, dass Geza sich willkürlich nur an die kleinen Foren herantraut und nicht an die großen. Wahrscheinlich weiß er schon, was ihm dort blühen würde. Und auch bei uns kleineren Foren soll er sehen, dass wir nicht klein beigeben wie er es gern hätte. Der wird sich noch wundern und ich hoffe, das ist dem alten Mann eine Lehre.
Allen Betroffenen wünsche ich eigentlich nix weiter außer einer guten Portion Humor, denn ich denke, im Fall der Fälle werden wir ohnehin zusammenstehen und das Nötige tun. Lasst uns Popcorn futtern, ein Bierchen dabei trinken (für mich wirds dann eher ein Longdrink sein)und uns das Godenstadl in all seiner tragischen Komik reinziehen. Ich bin gespannt, wann er mit eingezogenem Schwanz das Weite sucht.
Bis zum nächsten Mal, wenn der Mond wieder voll oder die Godenkasse leer ist...
Kämpferische Grüße, Urs
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Geza
Samstag, 5. Juni 2010
Liebe Schweizer!
Zuerst einmal muss ich klarstellen, dass ich die Schweiz mag. Reizendes Land, äußerst nette Leute *wink* und eure Lebensmittel sind mit das Beste, was es gibt. Ich meine, was wären wir ohne euren Käse, Ovomaltine oder gar... *wasser im Mund zusammenlauf* Toblerone?
Aber bitte was haben wir getan, dass ihr uns diese Scheusslichkeit namens R*vella zumutet?
In den fragwürdigen Genuss dieses Kräutergetränks mit Laktoirgendwaskulturen kam ich neulich auf dem Bahnhof im Zuge einer Promo-Aktion. Da ich von Natur aus neugierig bin, vor Allem, wenns um Lebensmittel geht und ich bei "Kräuterlimonade" gleich an meinen heißgeliebten Almdudler denken musste, griff ich zu, ebenso meine beiden Begleiter. Auch andere Leute auf dem Bahnhof waren scheinbar schon mit den Flaschen beglückt worden. Ein kurzer Blick aufs Etikett, Flasche auf. Eine Geruchsprobe ergab nix Verdächtiges. Limo halt. Ein Schluck und - IIIIIIIH, wat is dat denn? Meine Begleiter und ich tauschten angewiderte Blicke aus. Ein Blick auf den Bahnhof ergab noch mehr verstörte Gesichter. Lustigerweise hing uns gleich gegenüber ein riesiges R*vella-Plakat. Die Grinsebacke darauf schien uns regelrecht auszulachen. Ja, schöne Wurst. Wir versuchten uns gegenseitig die fast vollen Flaschen anzudrehen und als das nicht klappte, legten wir sie diskret in Ablage P. Uaaaah, schrecklich. Mich schüttelts immer noch und ich bin schwer schockiert darüber, wie sehr man Kräuterlimonade pervertieren kann.
Neulich im Supermarkt stolperte ich wieder über einen R*vella Promostand. Angsterfüllt suchte ich das Weite.
Liebe Schweizer! Ich weiß ja, dass ihr euch gern diplomatisch zeigt. Aber wenn ihr uns nicht leiden könnt, dann sagt uns das doch bitte lieber ins Gesicht, anstatt uns mit solch geschmacklichem Ungemach zu malträtieren.
Ich verlange eine Erklärung! ^^
Liebe Grüße an euch alle und natürlich ganz besonders an unsere Schweizer ^^
Ich hoffe, ihr habt auch alle so tolles Wetter und könnt es auch richtig genießen!
Eure Urs
Aber bitte was haben wir getan, dass ihr uns diese Scheusslichkeit namens R*vella zumutet?
In den fragwürdigen Genuss dieses Kräutergetränks mit Laktoirgendwaskulturen kam ich neulich auf dem Bahnhof im Zuge einer Promo-Aktion. Da ich von Natur aus neugierig bin, vor Allem, wenns um Lebensmittel geht und ich bei "Kräuterlimonade" gleich an meinen heißgeliebten Almdudler denken musste, griff ich zu, ebenso meine beiden Begleiter. Auch andere Leute auf dem Bahnhof waren scheinbar schon mit den Flaschen beglückt worden. Ein kurzer Blick aufs Etikett, Flasche auf. Eine Geruchsprobe ergab nix Verdächtiges. Limo halt. Ein Schluck und - IIIIIIIH, wat is dat denn? Meine Begleiter und ich tauschten angewiderte Blicke aus. Ein Blick auf den Bahnhof ergab noch mehr verstörte Gesichter. Lustigerweise hing uns gleich gegenüber ein riesiges R*vella-Plakat. Die Grinsebacke darauf schien uns regelrecht auszulachen. Ja, schöne Wurst. Wir versuchten uns gegenseitig die fast vollen Flaschen anzudrehen und als das nicht klappte, legten wir sie diskret in Ablage P. Uaaaah, schrecklich. Mich schüttelts immer noch und ich bin schwer schockiert darüber, wie sehr man Kräuterlimonade pervertieren kann.
Neulich im Supermarkt stolperte ich wieder über einen R*vella Promostand. Angsterfüllt suchte ich das Weite.
Liebe Schweizer! Ich weiß ja, dass ihr euch gern diplomatisch zeigt. Aber wenn ihr uns nicht leiden könnt, dann sagt uns das doch bitte lieber ins Gesicht, anstatt uns mit solch geschmacklichem Ungemach zu malträtieren.
Ich verlange eine Erklärung! ^^
Liebe Grüße an euch alle und natürlich ganz besonders an unsere Schweizer ^^
Ich hoffe, ihr habt auch alle so tolles Wetter und könnt es auch richtig genießen!
Eure Urs
Montag, 26. April 2010
Ursische Absonderlichkeiten...
.. Hallihallo, lieber Leser! Langlang ists her. Ich hoffe, du hast dich gut von mir erholt, denn ich bin jetzt wieder da!
Heute mit einer Geschichte über Peinlichkeiten, wie sie nur mir passieren können...
... wie einige von euch wissen, model ich von Zeit zu Zeit. Zu diesem Zweck habe ich mich in einem Netzwerk angemeldet, bei dem man Kontakte knüpfen, Shootings vereinbaren und auch die Werke der Anderen bestaunen kann. Und da ich bekanntlicherweise kein bisschen neugierig bin, schaute ich in meinem Netzwerk herum, was es so neues gibt.
Einer meiner Lieblingsfotografen hatte ein neues Bild online. Eine junge Dame bekleidet mit schwarzer Wäsche. Soweit, so gut. Aber meine Elsternaugen entdeckten noch mehr: Die Wäsche und ein Teil des Hintergrundes schienen eine Art Special Effekt zu haben. Sie glitzerten und wechselten beim Hinsehen die Farbe. WOW, TOLL! So etwas hatte ich ja noch nie gesehen! Begeistert schrieb ich ein Kommentar unter das Foto und beglückwünschte den Fotografen für den gelungenen Spezialeffekt.
Der Fotograf schrieb mich an und fragte, wo ich denn einen Spezialeffekt gesehen hätte. Ich dachte natürlich, er will mich testen und beschrieb es ihm begeistert in allen Einzelheiten. Als er daraufhin total verwundert meinte, er sehe keinen Glitzer und er mache sich Sorgen um meine Gesundheit, war die Sache für mich klar. Der Mann will mich veralbern! Es ging ein paarmal hin und her und jeder fühlte sich vom Anderen veräppelt, zumal die Unterhaltung in einem scherzhaften Ton stattfand. Als er mir dann riet, doch bitte einen Besuch beim Augenarzt zu machen, wurde ich stutzig. Ich rief meinen Mann dazu und bat ihn, sich das Bild anzugucken.
Tja, was soll ich sagen. Er guckte und fragte nur: "Sag mal, guckst du noch einen Film nebenbei?" Da fiel es mir siedendheiß ein - ich hatte noch den Mediaplayer mit einer Folge Futurama im Hintergrund. Der angebliche Glitzer auf dem Bild war der Film, den man anscheinend durch das Foto sehen konnte. Ich wäre vor Scham fast im Boden versunken, wirklich. Der Fotograf musste mich jetzt wirklich für äußerst bekloppt halten. Naja, zumindest als bekloppter als ohnehin schon ^^
Er nahms mit Humor und sagte: "Manchmal ist es gut, wenn ein Mann im Haus ist". Dem stimme ich zu. Peinlich ist es mir aber immer noch.
Schrecklich, passiert euch sowas auch ständig?
LG, Urs
Heute mit einer Geschichte über Peinlichkeiten, wie sie nur mir passieren können...
... wie einige von euch wissen, model ich von Zeit zu Zeit. Zu diesem Zweck habe ich mich in einem Netzwerk angemeldet, bei dem man Kontakte knüpfen, Shootings vereinbaren und auch die Werke der Anderen bestaunen kann. Und da ich bekanntlicherweise kein bisschen neugierig bin, schaute ich in meinem Netzwerk herum, was es so neues gibt.
Einer meiner Lieblingsfotografen hatte ein neues Bild online. Eine junge Dame bekleidet mit schwarzer Wäsche. Soweit, so gut. Aber meine Elsternaugen entdeckten noch mehr: Die Wäsche und ein Teil des Hintergrundes schienen eine Art Special Effekt zu haben. Sie glitzerten und wechselten beim Hinsehen die Farbe. WOW, TOLL! So etwas hatte ich ja noch nie gesehen! Begeistert schrieb ich ein Kommentar unter das Foto und beglückwünschte den Fotografen für den gelungenen Spezialeffekt.
Der Fotograf schrieb mich an und fragte, wo ich denn einen Spezialeffekt gesehen hätte. Ich dachte natürlich, er will mich testen und beschrieb es ihm begeistert in allen Einzelheiten. Als er daraufhin total verwundert meinte, er sehe keinen Glitzer und er mache sich Sorgen um meine Gesundheit, war die Sache für mich klar. Der Mann will mich veralbern! Es ging ein paarmal hin und her und jeder fühlte sich vom Anderen veräppelt, zumal die Unterhaltung in einem scherzhaften Ton stattfand. Als er mir dann riet, doch bitte einen Besuch beim Augenarzt zu machen, wurde ich stutzig. Ich rief meinen Mann dazu und bat ihn, sich das Bild anzugucken.
Tja, was soll ich sagen. Er guckte und fragte nur: "Sag mal, guckst du noch einen Film nebenbei?" Da fiel es mir siedendheiß ein - ich hatte noch den Mediaplayer mit einer Folge Futurama im Hintergrund. Der angebliche Glitzer auf dem Bild war der Film, den man anscheinend durch das Foto sehen konnte. Ich wäre vor Scham fast im Boden versunken, wirklich. Der Fotograf musste mich jetzt wirklich für äußerst bekloppt halten. Naja, zumindest als bekloppter als ohnehin schon ^^
Er nahms mit Humor und sagte: "Manchmal ist es gut, wenn ein Mann im Haus ist". Dem stimme ich zu. Peinlich ist es mir aber immer noch.
Schrecklich, passiert euch sowas auch ständig?
LG, Urs
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